Nächste Veranstaltungen
Connect : ein regelmässig stattfindender Begegnungs- und Forschungsraum, um in deinem Körper und Beziehungsfeld tiefer anzukommen!
Abendworkshop – Dienstag 2. Dez, 18:30-22:00, Zürich
Connect : ein regelmässig stattfindender Begegnungs- und Forschungsraum, um in deinem Körper und Beziehungsfeld tiefer anzukommen!
Abendworkshop – Freitag 19. Dez, 18:30-22:00, Zürich
COCKS FOR FUTURE : ein 12 wöchiges Online SelfPleasure Training für Männer und männlich sozialisierte Queers.
Start: 6. Jan ‘26
Connect : ein regelmässig stattfindender Begegnungs- und Forschungsraum, um in deinem Körper und Beziehungsfeld tiefer anzukommen!
Abendworkshop – Montag 19. Jan, 18:30-22:00, Zürich
N A K E D | sexuality in.and.or community : ein soziales Experiment welches erforscht, was passiert, wenn Sexualität wirklich in Gemeinschaft geschieht – nicht nebeneinander, nicht „vor Publikum“, sondern miteinander.
Wochenendseminar – 15-19. April ‘26 | Schloss Glarisegg CH
TEMPLE BASICS TRAINING : Während vier Wochenenden in einer fortlaufenden Gruppe kannst du dich vertiefen in den Feldern: Embodimend, Eros, Soul, Mistery.
Nächster Start voraussichtlich Herbst 2026
PUSSY LIBERATION : das 12 wöchige Online SelfPleasure Training für Frauen*
nächster Start voraussichtlich Herbst 2026




Nächste Veranstaltungen . Sex-positive Kultur
Was sind sexpositive Erfahrungsräume?
Der Begriff sexpositiv steht für eine Haltung, die offen, akzeptierend und frei von Vorurteilen gegenüber Sexualität ist. Im Gegensatz zu einem sex-negativen Kultur, welche Sexualität tabuisiert und (bestimmte sexuelle Ausdrucksformen) abwertet, betrachtet eine sexpositive Einstellung die sexuelle Freiheit und Selbstbestimmung jedes Menschen als etwas Wertvolles und Natürliches.
Sexpositivität bedeutet, dass alle einvernehmlichen sexuellen Handlungen unter Erwachsenen akzeptiert werden. Es geht darum, Toleranz für die sexuellen Vorlieben anderer zu haben und aktiv daran zu arbeiten, Stereotypen und Schamgefühle abzubauen. In einem sexpositiven Raum können explizit sexuelle Handlungen stattfinden, müssen aber nicht – denn das Wichtigste ist die Akzeptanz und die Freiheit, sich so auszudrücken, wie man es möchte und die Reduktion auf explizit einvernehmliche Interaktionen.
Ein sexpositiver Erfahrungsraum kann dir die Möglichkeit geben, dich neu und tiefer zu erfahren und erforschen – mit all deinen Anteilen.
Hier kannst du tiefer in die Welt der sexpositiven Räume eintauchen …
Blogbeiträge von Onda+Mare:
#1 Freiheit und Herausforderung. Wie Sexualität in Gemeinschaft gelebt werden kann.
#2 Sexpositive Events: Wo Freiheit, Respekt und Intimität aufeinander treffen (können).
#3 Ups and Downs in sexpositiven Spaces. Erfahrungen und Tipps.
#4 Slow Change.
Werte & Fähigkeiten für einen sicheren, sex-positiven Raum
Die Qualität eines sex-positiven Raumes hängt von der inneren Absicht jeder*s Einzelnen ab. In den Erfahrungsräumen, welche ich (mit-) gestalte, bilden folgende vier Punkte das Fundament für die gemeinsame Navigation, die dadurch nährend, sicher und transformativ sein können.
Selbst-Anerkennung & Selbstfürsorge
Bevor du in Kontakt gehst, sei im Kontakt mit dir selbst.
- Selbstkontakt & Selbstliebe: Ein gutes Fundament an Selbstliebe ist die Basis für gesunde Begegnungen. Erlaube dir, gut auf dich zu hören, dir Pausen zu nehmen, deine Grenzen klar zu spüren und deine Bedürfnisse aktiv zu benennen, bevor du in Überlastung gerätst.
- Selbstregulation: Intimität kann alte Themen triggern. Übe dich darin, Zustände der Disregulation (Überforderung, Freeze) bei dir selbst frühzeitig wahrzunehmen und lerne Tools, um dich wieder in einen zentrierten, regulierten Zustand zu bringen.
Freiwilligkeit & Verkörperter Konsens
Nichts ist selbstverständlich. Frage nach, handle bewusst.
- Freiwilligkeit: Deine Entscheidungen, Gefühle und dein Körper gehören dir. Du hast jederzeit das Recht, dich ohne Begründung aus Übungen oder Begegnungen zurückzuziehen. Deine persönlichen Grenzen sind unantastbar.
- Verkörperter Konsens: Don’t Assume – Ask Gehe niemals von Zustimmung aus. Nur Ja heisst Ja, und ein Ja darf sich zu jedem Zeitpunkt verändern. Achte darauf, ob dein Gegenüber dir (auch nonverbal) signalisiert, ob sie einverstanden ist. Übe dich darin, deine Grenzen und Bedürfnisse über deinen Körper wahrzunehmen, klare Anfragen für Kontakt zu stellen, und die Grenzen deines Gegenübers ohne Hinterfragen zu respektieren. Die Kunst ist es, eine Person sein Nein leicht machen zu können. Am I easy to say no to?
- Respekt: Was als respektlos empfunden wird, bestimmt die betroffene Person. Folgendes zählt für uns dazu: ungefragt kommentieren, anstarren, physisches bedrängen, «nicht locker lassen», jemensch zu überreden versuchen.
- Ich-Sprache: Übe dich darin, dich in Ich-Botschaften auszudrücken. Teile deine eigenen Gefühle und Erfahrungen mit, anstatt zu verallgemeinern oder Schuld zuzuweisen.
Diversität & Gruppenverantwortung
Übe Toleranz und reflektiere Machtdynamiken und deine Privilegien.
- Anerkennung von Diversität: Don’t Yuck my Yum Übe aktive Toleranz für die unterschiedlichen Ausdrucksformen, sexuellen Vorlieben und Bedürfnisse anderer. Arbeite daran, Stereotypen und Schamgefühle in dir selbst abzubauen.
- Privilegien anerkennen: Werde dir deiner eigenen sozialen Position (z.B. aufgrund von Geschlecht, Aussehen, sexueller Orientierung, Herkunft, Bildung, …) und ihres Einflusses auf die Dynamik der Gruppe bewusst. Nutze deine Privilegien, um weniger privilegierte Positionen zu ermächtigen, anstatt sie für deine individuellen Bedürfnisse auszunutzen.
- Diskriminierung vermeiden: Wir wollen einen inklusiven Raum für alle schaffen. Dabei sind alle eingeladen, aktiv der normalisierten Diskriminerung entgegen zu wirken: Rassismus, Sexismus, Ableismus, Queerfeindlichkeit, Transfeindlichkeit, Fatphobie, Misogynie, Ageismus, Antisemitismus – sind oft unbewusste Kräfte, welche durch aktives hinschauen, benennen und verantworten neu gestaltet werden kann.
- Aktive Verantwortung für den Raum: Wenn du das Gefühl hast, einer Person gehts nicht gut, geh auf sie zu und frag nach. Wirst du Zeuge einer Diskriminierung / Grenzüberschreitung oder bist du selbst betroffen, sprich dies aktiv an (nutze dabei Ich-Botschaften um dein Erlebnis zu schildern) oder melde dich umgehend bei den Organisator:innen. Du trägst aktiv zur Sicherheit und Transformation des gemeinsamen Raumes bei.
- Substanzfrei: Substanzeinfluss beeinträchtigt das Wahrnehmen von Grenzen. Konsumiere direkt vor und während der Veranstaltung keine bewusstseinsverändernden Substanzen (Alkohol, Drogen, Medikamente), oder informiere die Veranstalter/innen, falls Abhängigkeiten bestehen.
- Vertraulichkeit: Alles was in den Events erlebt wird, bleibt vertraulich. Sprich ausserhalb nur über deine eigenen Erfahrungen und gib keine Identitäten der anderen Teilnehmenden preis.
Integrität & Repair
Wenn du zu Grenzverletzungen angesprochen wirst: Deine Wirkung zählt mehr als deine Absicht.
- Commitment: Falls du in einer Beziehung/ Partnerschaft bist, klärt vorab die Vereinbarungen um emotionale, sexuelle und / oder sinnliche Begegnungen außerhalb der Beziehung. Halte diese ein und sei darüber auch transparent gegenüber Menschen, denen du an der Veranstaltung begegnest.
- Wirkung vor Absicht: Erkenne an, dass die Wirkung einer Äusserung oder eines Verhaltens immer wichtiger ist als die ursprünglich beabsichtigte Absicht. Du übernimmst die Verantwortung für die Folgen.
- Repair-Fähigkeit: Im Falle einer Grenzüberschreitung bist du eingeladen, dich aktiv in den Repair-Prozess zu begeben. Dazu gehören:
- Anerkennung: Übernimm klar die Verantwortung für die Grenzüberschreitung.
- Reflexion: Benenne dein zugrunde liegendes Muster (z.B. Performance-Druck), ohne es als Rechtfertigung zu nutzen.
- Wiedergutmachung: Frage nach Schritten zur Wiedergutmachung und benenne eine klare Verhaltensänderung für die Zukunft.
Diese Punkte werden während den Events durch Workshops und kurze Einladungen immer wieder im Raum verankert. Es geht also nicht darum, diese Fähigkeiten schon perfekt zu beherrschen, sondern mit der eigenen Offenheit und Willen für Auseinandersetzung sich in diesen Werten und Fähigkeiten zu erkennen und zu vertiefen. Lets Grow Together.
Ich bin Teil vom Intutive Wisdom Collective – und gestalte unterschiedliche Event-Kolaborationen.
