SHARING CIRCLE

Austauschräume über Beziehung, Sexualität und Körper

Einmal im Monat. Abends. Online via Zoom.

Wir verbringen viel Zeit damit, über unsere Gefühle und Bedürfnisse nachzudenken – doch wie oft erlauben wir uns, sie in einem wertfreien Raum einfach da sein zu lassen? Der Sharing Circle ist ein Online-Austauschraum. Hier gibt es keinen Leistungsdruck, keine Ratschläge und keine “richtige” Art zu fühlen – sondern die Möglichkeit sich mit der eigenen Wahrheit zu zeigen und präsent zu sein mit den unterschiedlichen Erfahrungswelten der anderen.

Es ist ein Forschungsraum für Erfahrungen an der Schnittstelle von Körper, Intimität und Gesellschaft.


Was dich erwartet

Jeder Abend widmet sich einem spezifischen Thema, das uns im Alltag, in der Sexualität oder in unseren Beziehungen oft isoliert fühlen lässt. Wir nutzen das Prinzip des Redestabs (Council), um Schicht für Schicht tiefer zu sinken.

  • Somatic Arrival: Wir starten mit einer kurzen Körperübung, um vom Kopf ins Spüren zu kommen.
  • Input: Ein kurzer Impuls zum Thema des Abends (z.B. Nervensystem, Grenzen oder Mythen über Lust).
  • Sharing: Der Raum gehört dem Kreis. Du kannst teilen, was gerade in dir lebendig ist. Alles darf sein, nichts muss.
  • Listening: Wir üben uns im bezeugenden Zuhören – ohne Cross-Talk, ohne Bewertung.
  • Closing: Ein gemeinsamer Abschluss, um das Erfahrene zu integrieren.

Zeit: Einmal pro Monat von 19:00 bis 21:00 Uhr.

Donation-based: Dieser Raum ist für alle zugänglich. Du entscheidest selbst über deinen Beitrag (Richtwert: 15–45 CHF) via Twint oder E-Banking.


Nächste Termine

Intimität braucht Sicherheit | Wie kommen wir von der Erwartungshaltung und Anpassung in die eigene Souveränität? Wann: 31. März – 19:00 bis 21:00 Uhr. Leitung: Michele. Anmeldung.

„Echte Sicherheit entsteht nicht durch die Abwesenheit von Triggern, sondern durch die Fähigkeit, mit ihnen umzugehen.“

Oft steht uns der Glaube im Weg, dass ein ‚natürlicher Flow’ durch das Ansprechen von Unsicherheiten, Grenzen oder Wünschen die Magie zerstören würde.

An diesem Abend erforschen wir, wie wir für uns selbst proaktiv sichere Begegnungsräume gestalten, damit Erfahrungen tiefer landen können. Wann fühlst du dich unsicher? Und wie kannst du dir erlauben, in diesen Situationen für dich besser einzustehen? Wir teilen Erlebnisse zu intensiven Gefühlen und dem Weg von der Anpassung in die eigene Souveränität.

Grenzüberschreitungen & Repair | Wie gelingt eine gemeinsam gestaltete Fehlerkultur? Wann: … | 19:00 bis 21:00 Uhr. Leitung: Jasmin. Anmeldung.

Vertrauen entsteht nicht durch perfekte Begegnungen, sondern durch die Fähigkeit mit Brüchen konstruktiv umzugehen.

In diesem Austauschraum widmen wir uns der „Repair-Ability“: Wie gehen wir mit Dissonanz, Konflikten, Grenzüberschreitung, Überforderung und kritischem Feedback um? Statt Perfektion suchen wir nach Wegen, wie wir nach Grenzüberschreitungen oder Missverständnissen wieder in eine gesunde Verbindung finden.

Ein Abend über die radikale Verantwortung für das eigene Wohlbefinden und Handeln, und die Heilkraft von ehrlicher Wiedergutmachung.

Kink & BDSM | Angst, Sehnsucht, Ekel? Wenn kinky Bedürfnisse in uns oder unseren PartnerInnen wach werden.

Sex ist politisch | Wie ist unser individuelles Begehren von kollektiven Machtverhältnissen geprägt?

From Bodyshame to Bodyneutrality | Wie finden wir von der Idealisierung zurück zu uns selbst?

Pornokonsum | Let’s talk about it.

Binary and Beyond | Wann fühlen sich die vorgegebenen Genderrollen von Mann und Frau für dich stimmig an und wo engen sie dich ein?

Mono, Poly, Communal – neue Beziehungsformen | Wie gestaltest du deine romantischen, sexuellen, freundschaftlichen Beziehungen? Wo stehst du an?

Sex in Community | Wie geht es dir mit sex-positiven Events? Deine Erfahrungen von Aussen und als Teilnehmende.


Die Rahmenbedingungen

Um die Sicherheit und Intimität des Raumes zu wahren, gelten folgende Regeln:

  • Vertraulichkeit: Alles, was im Kreis geteilt wird, bleibt im Kreis.
  • Präsenz: Wir nehmen mit eingeschalteter Kamera teil, um die gegenseitige Bezeugerschaft und Verbindung spürbar zu machen.
  • Eigenverantwortung: Entscheide bewusst, was du wann von dir teilen willst – es steht dir frei, ob du sprechen magst oder nicht. Wir kommunizieren in Ich-Botschaften. Teile deine eigenen Gefühle und Wahrnehmungen mit, anstatt zu verallgemeinern oder Ratschläge zu erteilen.