Who are you, when you’re not supposed to be someone?
Identität, Rollenskripte & die Freiheit jenseits von Binarität
~ dekonstruiert · spürbar · beweglich · echt ~
Von Geburt an sind wir konditioniert von gesellschaftlichen Erwartungen, geschlechtsspezifischen Rollenbildern und heteronormativen Skripten. Sie bestimmen oft unbewusst, wie wir Raum einnehmen, wie wir Begehren ausdrücken, wie wir führen, folgen oder Grenzen setzen.
Gender & Beyond ist ein Forschungsraum, um diese erlernten Muster spürbar zu machen, zu hinterfragen und bewusst zu verflüssigen. Wir erforschen Gender nicht als theoretische Debatte, sondern als verkörpertes Experiment: Wie fühlt sich Begegnung an, wenn wir die Zuordnungen von Männlich / Weiblich, Aktiv / Passiv oder Stark / Gefällig, Täter / Opfer ablegen? Wer bist du im Kontakt, wenn du nichts von dem bedienen musst, was man von deinem Geschlecht oder deiner Rolle erwartet?
Kernfragen & Forschungsfelder
- Skripte entlarven: Welche Rollen nimmst du in Begegnungen automatisch ein? Wo machst du dich klein, unkompliziert oder funktionierst nach erlernten Erwartungsmustern?
- Fluidität & Rollenspiel: Die Freiheit, im geschützten Rahmen mit Führung, Hingabe, Präsenz, Expressivität und Verletzlichkeit zu experimentieren – unabhängig von Geschlecht oder gewohnter Identität.
- Das volle Spektrum bespielen: Begegnungen gestalten, die bewusst aus dem binären, heteronormativen 2er-Skript herausfallen.
- Somatische Ehrlichkeit: Zurückfinden zur eigenen, unverfälschten Impulskraft jenseits von Gender-Performance.
Der Rahmen
Ein achtsamer, diskriminierungskritischer und queers-willkommener Raum im Gesundungsraum Zürich. Wir arbeiten mit Bodynamic-Begegnungsübungen, Bewegung, Rollenwechseln, Konsens im Spürtempo und gehaltenen Interaktionsräumen.